Über den Künstler
Unbekannter Künstler, 1847: Diese botanische Tafel gehört zur reichen Tradition des 19. Jahrhunderts wissenschaftlicher Illustrationen. In jener Zeit beauftragten Verleger und botanische Gärten versierte Zeichner, um genaue Darstellungen zur Erforschung und Bestimmung von Pflanzen zu schaffen. Obwohl viele dieser Illustratoren namentlich nicht überliefert sind, trug ihre sorgfältige Arbeit wesentlich zur Weiterentwicklung botanischen Wissens und der naturwissenschaftlichen Bildung bei.
Das Erbe dieser Illustrationen lebt bis heute fort: Sie gelten gleichermaßen als wissenschaftliche Referenzen und als dekorative Kunst. Wer ähnliche Beispiele dieser Tradition sehen möchte, findet in unserer Sammlung zahlreiche verwandte Arbeiten in den Bereichen wissenschaftliche Illustrationen und botanische Drucke.
Das Kunstwerk
Passiflora incarnata, allgemein als Passionsblume bekannt, hat Botaniker und Gartenliebhaber seit langem fasziniert. Im 19. Jahrhundert wurde diese Art nicht nur wegen ihrer auffälligen Erscheinung kultiviert, sondern auch wegen der symbolischen Deutungen, die man der besonderen Blütenstruktur zuschrieb; manche sahen darin Bezüge zu religiösen Erzählungen. Solche Deutungen förderten die Popularität der Botanik als beliebtes Studien- und Sammelgebiet, das wissenschaftliche Neugier und kulturelle Symbolik verband.
Die Tafel steht exemplarisch für die Herangehensweise der Epoche an botanische Dokumentation: Die Passionsblume wird sowohl als Untersuchungsobjekt als auch als Gegenstand der Betrachtung eingefangen. Das Werk spiegelt die Begeisterung jener Zeit für das Katalogisieren der Natur und das Teilen von Entdeckungen durch sorgfältig ausgeführte Abbildungen wider.
Stil und Merkmale
Die Komposition folgt den Konventionen einer Lehrtafel: Die Passionsblume ist zentral angeordnet und wird von detailreichen Darstellungen von Blättern und Ranken begleitet. Der Künstler verwendet präzise Federführung und feine Schattierungen, um die Struktur der Pflanze klar zu definieren, wie es für die Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts typische Kupferstiche sind.
Das Farbenbild zeigt natürliche Grüntöne, sanfte Weiß- und Rosanuancen, die dem Druck eine frische und ruhige Qualität verleihen. Die Klarheit und Eleganz der Darstellung machen das Blatt zugleich informativ und ästhetisch beruhigend — ein Musterbeispiel klassischer botanischer Kunst.
In der Raumgestaltung
Dieser Passiflora incarnata Druck bringt Ruhe und feine Detailwirkung in Räume wie Schlafzimmer, Arbeitszimmer oder Wohnbereiche. Seine zurückhaltende Farbigkeit und das botanische Motiv harmonieren sowohl mit traditionellen als auch mit modernen Interieurs, besonders in Kombination mit natürlichen Materialien wie Holz oder Leinen.
Präsentieren Sie das Blatt mit einem schlichten Passepartout und Rahmen für einen dezenten Auftritt, oder kombinieren Sie es mit weiteren botanischen Drucken zu einer stimmigen Galeriewand. Rahmenoptionen finden Sie in unserer Rahmen-Kollektion.
