Über den Künstler
Von einem unbekannten Künstler geschaffen, steht dieses Plakat von 1934 exemplarisch für die Zwischenkriegszeit, in der die moderne Grafik an Bedeutung gewann und öffentliche Orte als Zeichen städtischen Fortschritts gefeiert wurden. Schweizer Gemeinden ließen häufig auffällige Plakate entwerfen, um gesundheitsfördernde Angebote und neue Einrichtungen hervorzuheben; dabei zählten Klarheit und visuelle Wirkung mehr als der Ruhm des einzelnen Urhebers.
Das Werk ist Zeugnis eines Optimismus der 1930er Jahre in der Schweiz, als Schwimmbäder als Symbole für Modernität und gesellschaftliches Wohlergehen galten. Als historisches Dokument zeigt das Poster, wie Design dazu beitrug, Wahrnehmungen von Gesundheit und urbanem Leben zu formen.
Das Kunstwerk
Schwimmbad Liestal wurde geschaffen, um das städtische Schwimmbad in Liestal zu bewerben, und fängt den Geist gemeinschaftlicher Freizeit und die wachsende Beliebtheit körperlicher Ertüchtigung ein. In den 1930er Jahren standen solche Anlagen nicht nur für Sport und Erholung, sondern auch für Hygiene, Vitalität und kommunalen Stolz. Das Plakat verwandelt ein lokales Bad in ein Fortschrittssymbol und reiht sich in die Tradition Schweizer Werbeplakate ein, die moderne Infrastruktur und das öffentliche Leben zelebrierten.
Stil und Merkmale
Die Gestaltung zeigt einen Springer in der Flugphase, reduziert auf klare Geometrien und vereinfachte Formen, die Bewegung und Energie vermitteln. Weite Flächen in intensivem Blau, die das Becken evoziieren, stehen im Kontrast zur markanten roten Silhouette des Springers sowie zu helleren architektonischen Elementen. Die sachliche, serifenlose Typografie und das begrenzte Farbspektrum verleihen dem Plakat ein klares, modernistisches Auftreten mit Anklängen an Bauhaus-Einflüsse.
Die Stimmung ist dynamisch und erhebend, getragen von einer klaren Ordnung, die typisch ist für die Schweizer Grafik jener Epoche. Die visuelle Zurückhaltung bei gleichzeitig starken Farbkontrasten macht das Werk zu einem überzeugenden Beispiel europäischer Plakatkunst der frühen bis mittleren 1930er Jahre.
In der Raumgestaltung
Dieses vintage-Schwimmbadposter setzt in Räumen mit Vorliebe für grafische Kunst ein kräftiges Statement und eignet sich für Eingangsbereiche, Badezimmer oder moderne Wohnräume. Seine klaren Linien und lebendigen Farben harmonieren mit Mid-Century-Modern- oder Minimal-Interieurs, wobei die aquatischen Blautöne und roten Akzente in Textilien oder Keramik aufgegriffen werden können.
Wer eine moderne Galeriewand zusammenstellt, findet in diesem Stück einen Hauch Schweizer Designgeschichte; es ergänzt Sammlungen von blauer Wandkunst oder weiteren vintage Werbeplakaten.
